Elektronischer Heilberufsausweis (eHBA) G2

Für die TI-Fachanwendungen wie das Notfalldatenmanagement (NFDM) und den elektronischen Medikationsplan (eMP), elektronische Arztbriefe (eArztbrief) via KIM und die elektronsiche Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) wird der elektronische Heilberufsausweis der Generation 2 (eHBA G2) benötigt.

Der bisherige eHBA kann weiterhin für die qualifizierte elektronische Signatur (QES) von eArztbriefen via KV-Connect, für Laborüberweisungen oder für die Übermittlung der elektronischen Sammelerklärung der Online-Abrechnung genutzt werden.

Der eHBA der Generation 2 ist bei den Firmen Medisign, T-Systems, der Bundesdruckerei und SHC Stolle & Heinz Consultants verfügbar und kann über die Ärztekammer Nordrhein bestellt werden.

Der elektronische Psychotherapeutenausweis (ePtA) ist zur Zeit noch nicht verfügbar!
Weitere Informationen bei der Psychotherapeutenkammer

Ja, die Nutzung des eHBA G2 wird ab der Einführung der elektronischen Patientenakte (ePA) am 01. Juli 2021 und für den verpflichtenden Versands der eAU über KIM an die Krankenkassen zum 01. Oktober 2021 zur Pflicht.

Wo für benötigen Sie den eHBA G2:

  • Sichtausweis:
    Der eHBA ist eine Chipkarte, vergleichbar mit dem Personalausweis. Er ersetzt den klassischen Arztausweis aus Papier.
  • Signatur:
    Der Inhaber kann mit dem eHBA elektronische Dokumente rechtsverbindlich unterschreiben. Fachleute sprechen hier von der „qualifizierten elektronischen Signatur (QES)“. Durch die Kopplung mit dem eHBA ist ein Missbrauch weitestgehend ausgeschlossen, denn die Unterschrift ist eindeutig als Unterschrift eines Arztes oder Psychotherapeuten erkennbar.
  • Authentifizierung:
    Mit dem eHBA weist sich sein Eigentümer in der elektronischen Welt als Arzt oder Psychotherapeut aus. Er kann damit Zugang zu Mitgliederportalen von KVen und Kammern erhalten.
  • Vertraulichkeit:
    Der eHBA ermöglicht das Ver- und Entschlüsseln von personenbezogenen medizinischen Daten oder anderen vertraulichen Informationen.
  • Zugriff auf die eGK:
    Mit dem eHBA kann der Inhaber auf medizinische Daten zugreifen, die auf der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) des Patienten abgespeichert sind. Das gilt etwa für den Notfalldatensatz.
  • Hinweis: Einziger Anbieter des eHBA der Generation 0 (eHBA G0) ist die Firma medisign GmbH.  Sollten Sie bereits den eHBA G0 im Einsatz haben, können Sie nach Angaben des Anbieters medisign auch innerhalb der Mindestvertragslaufzeit ohne Zusatzkosten zur neuen Version Generation 2 wechseln. Technische Voraussetzung hierfür ist, dass Ihre Praxis den eHealth Konnektor (PTV 3) im Einsatz hat. Der eHBA G2 wird mit der Gebühr gemäß medisign-Preisblatt berechnet; der bisherige eHBA G0 wird kostenfrei gestellt, darf aber weiterhin für bewährte Anwendungen eingesetzt werden. Im Antragsprozess für den eHBA G2 auf www.ehba.de fragt medisign automatisch ab, ob Sie zuvor einen eHBA G0 genutzt haben.

Es Ihnen natürlich freigestellt, auch einen anderen von der gematik bestätigten Anbieter von eHBA G2 zu den jeweils anbieterspezifischen Vertragsbedingungen zu beauftragen.

Über die TI-Finanzierungsvereinbarung wird für den eHBA eine Pauschale von 11,63 Euro pro Quartal gewährt.

Hinweis: Im ersten Quartal der Nutzung werden die laufenden Betriebskosten ab dem Monat, in dem die Praxis an die TI angeschlossen ist, anteilig übernommen.

Bei Fragen zur Bestellung oder Austausch des vorhandenen eHBAs, können Sie sich an die Ärztekammer Nordrhein wenden:

Tel.: 0211 4302 2560
arztausweis@aekno.de