Ursprünglich sollten ab dem 01. Oktober 2021 die AU-Daten verpflichtend via TI über den Kommunikationsdienst KIM an die Krankenkassen übermittelt werden (gesetzliche Vorgabe aus dem TSVG (§ 295 Absatz 1 SGB V)). Das BMG hat eine Übergangsfrist bis Ende des Jahres 2021 eingeräumt. Eine weitere Verlängerung des Einführungszeitraums bis Mitte 2022, welche die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) im Rahmen einer Richtlinie anstrengte, hat das BMG abgelehnt.

Jedoch, solange die zur Übermittlung von elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen (eAU) notwendigen technischen Voraussetzungen in der Vertragsarztpraxis nicht zur Verfügung stehen, können Ärztinnen und Ärzte übergangsweise das alte Verfahren anwenden (Muster 1).

Ab dem 01. Juli 2022 stellen Krankenkassen den Arbeitgebern die AU-Daten zum digitalen Abruf zur Verfügung (gesetzliche Vorgabe aus dem Bürokratieentlastungsgesetz (BEG III)).