Veranstaltung medizinische Anwendungen der Telematikinfrastruktur

Veranstaltung medizinische Anwendungen der Telematikinfrastruktur

Digitalisierung und Vernetzung im Gesundheitswesen schreitet weiter voran.
Nach dem Basis-Rollout der Telematikinfrastruktur (TI), bei dem es lediglich um den Abgleich von Versichertenstammdaten geht, gibt die KV Nordrhein einen Ausblick auf die medizinischen Anwendungen, durch die sich Mehrwerte für Praxis und Patient ergeben sollen.

Die KV Nordrhein informiert in den Veranstaltungen über das Notfalldatenmanagement (NFDM), den elektronischen Medikationsplan (eMP), den neuen Kommunikationsdienst (KIM) und die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU).

Weitere Termine sind ab Frühjahr nächsten Jahres geplant. Eine Übersicht der Termine finden Sie hier:

  • 24. April 2021
  • 09. Juni 2021
  • 15. September 2021

Für die Teilnahme an der Veranstaltung erhalten Sie drei Fortbildungspunkte.

Aktuell noch nicht möglich.

  • Technisches Gerät, wahlweise PC, Notebook, Tablet (z.B. iPad) oder Smartphone
  • Zugriff auf Ihr E-Mail-Konto
  • Vorhandensein von Mikrofon und Lautsprecher oder Anschluss für ein Headset
  • Internetzugang zu einem gängigen Webbrowser mit ausreichender Bandbreite
  • Anschluss an eine Stromversorgung bzw. ausreichende Akku-Kapazität



Allgemeines

Der Zeitpunkt des Einstiegs hängt davon ab, welche Anwendungen für Sie verpflichtend sind und ab wann der Anbieter Ihres Praxisverwaltungssystems (PVS) Ihnen diese Anwendungen zur Verfügung stellen kann.

Der elektronische Medikationsplan und das Notfalldatenmanagement (NFDM) sind für Vertragsarztpraxen verpflichtend, sobald technischen Komponenten beschaffbar bzw. verfügbar sind – und der Patient die Anwendung(en) von der Praxis verlangt.

KIM wird erst mit der Einführung der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung zur Pflicht.

Wenn Sie jetzt bereits eArztbriefe über KV-Connect versenden, können Sie dies noch bis Ende März 2021 weiter durchführen. Ab dem 1. April 2021 werden nur noch qualifiziert signierte eArztbriefe vergütet, die über KIM versendet werden. Für den Zugriff auf die neuen Anwendungen und die Signatur im Rahmen des eArztbriefes oder des NFDM wird der elektronische Heilberufsausweis der Generation 2 benötigt.

Die Kassen haben in der Regel die geeignete eGK ausgeliefert, den Patienten in den meisten Fällen jedoch noch nicht die PIN dafür mitgeteilt.

Ja. Erhält der Patient von seiner Krankenkasse eine neue eGK (z.B. bei Kartenverlust), müssen elektronischer Medikationsplan (eMP) oder Notfalldatensatz (NFD) grundsätzlich immer wieder neu auf der eGK gespeichert werden – auch wenn diese auf der alten eGK bereits vorhanden waren. Denn NFD oder eMP werden nicht bei der Krankenkasse, sondern ausschließlich auf der jeweiligen eGK sowie in Kopie beim behandelnden Arzt / Krankenhaus gespeichert. Eine Speicherung der Daten bei der Krankenkasse ist weder rechtlich zulässig noch technisch möglich. In diesem Fall sollte der Arzt, der zuletzt Notfalldaten auf der eGK des Patienten gespeichert bzw. aktualisiert hatte, die Daten von seinem Praxisverwaltungssystem / Krankenhausinformationssystem beim nächsten Besuch des Patienten auf dessen neue Karte übertragen.

Die neuen eHealth-Kartenterminals können ab der Anbindung an die Telematikinfrastruktur (TI) genutzt werden. Die alten Kartenterminals können für die TI-Anwendungen (Versichertenstammdatenmanagement, elektronischer Medikationsplan, Notfalldatenmanagement und KIM) nicht verwendet werden. Die alten Kartenterminals können aber als Notfallösung bei einer technischen Störung für das Einlesen der elektronischen Gesundheitskarte genutzt werden.

Um die Ärzte und Therapeuten zu entlasten, soll die DSFA für die Verarbeitung personenbezogener Daten mittels der Tele­ma­tik­infra­struk­tur bereits im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens durchgeführt werden. So sieht es der aktuelle Referentenentwurf des Digitale Versorgung und Pflege-Modernisierungs-Gesetz vor. Die Folgenabschätzung liegt bereits dem Gesetzentwurf bei.

Der Patient muss sich an seine Krankenkasse wenden.

Das erfährt der Patient von seiner Krankenkasse.

Es ist empfehlenswert je Arbeitsplatz ein stationäres Kartenterminal einrichten zu lassen. Die genaue Anzahl ist abhängig von Praxisräumlichkeiten und -organisation. Ggf. Rücksprache mit dem Anbieter des Praxisverwaltungssystems halten.

Sie sollten hier Rücksprache mit Ihrem Systembetreuer halten.

Die KV Nordrhein kann keine Empfehlungen aussprechen. Alle zertifizierten eHealth-Kartenterminals können verwendet werden. Welche Lösung die richtige ist, hängt von der Praxisorganisation ab. Lassen Sie sich von Ihrem Systembetreuer beraten.

Nein. Es ist nur eine SMC-B-Karte für ein stationäres Kartenterminal erforderlich. Gibt es mehrere stationäre Kartenterminals in einer Praxis, ist trotzdem nur eine SMC-B-Karte notwendig, da die Kartenlesegeräte im Netzwerk verbunden sind.

Die alten und neuen mobilen Kartenterminals können weiterverwendet werden, um z. B. bei Hausbesuchen die elektronische Gesundheitskarte einzulesen. Mit beiden Geräten kann aber kein Versichertenstammdatenmanagement durchgeführt, Notfalldaten und elektronischer Medikationsplan können nicht ausgelesen werden.

Wenn Unsicherheiten bestehen, sollte mit dem Hausarzt Rücksprache gehalten werden.

Allgemeine Erklärvideos zu den neuen TI-Anwendungen finden Sie in unserer Mediathek https://onlinerollout.de/mediathek/. Erklärvideos für das Anlegen der Datensätze in Ihrer Praxissoftware werden in der Regel auf der Webseite Ihres Praxisverwaltungssystem-Anbieters angeboten.

Infomaterial von der KV, der gematik und der KBV finden Sie anwendungsspezifisch auf www.onlinerollout.de

Sie könnten für die Patienten ein separates Kartenterminal z.B. mit einer Silikon-Tastaturschutzmatte nutzen, diese bietet Schutz vor Infektionen bei der Benutzung des Kartenterminals. Zugleich schont sie die Oberfläche des Terminals vor aggressiven Reinigungs- und Desinfektionsmitteln. Die meisten Kartenterminals haben bereits eine leicht desinfizierbare Oberfläche für optimale Hygiene.

Nach dem Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG) sind Sie seit dem 1. Juli 2020 verpflichtet sich an die TI anzubinden und sich mit der benötigten Technik ausstatten. Hintergrund sind vor allem die medizinischen Anwendungen wie z.B. KIM oder die elektronische Patientenakte (ePA), die für Sie relevant sein können. Bei Nicht-Anbindung an die TI erfolgt eine Honorar-Kürzung von 2,5 Prozent, bei Nicht-Anbindung an die ePA von ein Prozent.

Zum einen regelt der sogenannte VPN (Virtuelles privates Netzwerk) -Zugangsdienst einen sicheren Transport von Daten von der Praxis in die TI.
Zum anderen sichert KIM wegen der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, dass Nachrichten an die jeweiligen Empfänger auch nur von diesen gelesen werden können.

Für die vorgesehenen Daten im XML-Format reicht der Speicherplatz aus.
In weiterer Planung nach Gesetzeslage werden in den nächsten Jahren alle relevanten medizinischen Daten in der elektronischen Patientenakte gespeichert.

Ja, jeder Rechner, der auf die TI zugreifen soll benötigt einen Internetanschluss.

Die Frist für die elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ist bereits vom 1. Januar 2021 auf den 1. Oktober 2021 verschoben worden. Ob es weitere Terminverschiebungen, z.B. für die elektronische Patientenakte gibt, ist aktuell noch nicht bekannt

Da die PKV jetzt Teilhaber der Gematik ist, ist davon auszugehen, dass es hier Vereinheitlichungen geben wird. Wann diese kommen ist aktuell noch nicht bekannt.

Richtig, die neueste Secunet-Konnektor-Version ist die 3.5.02.

Alle zugelassenen mobilen TI-Kartenterminals finden Sie auf dem Fachportal der gematik.

Die BTM-Rezepte werden in der Ausbaustufe 2 des eRezeptes umgesetzt. Wann dies verfügbar sein wird, steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest.

MFA sollten – wie die Praxisverantwortlichen – über Kenntnisse des Wandels von (digitalen) Prozessen im Gesundheitswesen verfügen. So können sie Ärzte und Patienten adäquat in der Praxis unterstützen.

Es ist nicht zwingend erforderlich, dass Notfalldatenmanagement oder elektronischer Medikationsplan auf die eGK geschrieben wird. Es sei denn, der Patient wünscht dies. Darüber hinaus kann für solche Fälle z.B. die Vertreter-PIN genutzt werden.

Der Abgleich des Versichertenstammdatenmanagements ist immer ohne Eingabe der Patienten-PIN möglich.
Wenn die PIN dreimal falsch eingegeben wird, kann der Zugriff auf die Fachanwendungen elektronischer Medikationsplan oder Notfalldatenmanagement gesperrt werden. Die Entsperrung der eGK klärt der Patient mit seiner Kasse.

Im Rahmen des Notdienstes muss kein Versichertenstammdatenmanagement erfolgen, daher ist eine TI-Anbindung derzeit nicht erforderlich. Ohne TI-Anbindung ist es jedoch auch nicht möglich, auf die neuen TI-Anwendungen zuzugreifen.

Die gematik ist auf Wunsch des Bundesgesundheitsministerium in der Planung, Zugänge und Authentifizierungsvorgänge in der TI flexibler zu gestalten. Welche Komponenten in diesem Zusammenhang ersetzt werden, ist derzeit im Detail noch nicht bekannt.

Es gibt keine Änderung des bisherigen Verfahrens.

An dem Verfahren der Einwilligungserklärungen bei Mit- und Weiterbehandlung von Patienten sowie der Übermittlung von ärztlichen Informationen zwischen Behandlern ändert sich mit der TI nichts.

Wenn Sie an die TI angebunden sind, können Sie Ihren vorhandenen KV-SafeNet-Vertrag kündigen, da diese sichere Verbindung in die KVen jetzt über den Konnektor aufgebaut werden kann.


Finanzierung

Wer bis zum 30. September 2020 das Konnektor-Update (eHealth-Konnektor) und die Anwendungen NFDM und/ oder eMP vorhalten und anwenden konnte, erhielt eine Zusatzpauschale von 60 Euro je angefangene 625 Betriebsstättenfälle.

Das Vorhandensein eines Kartenterminals in jedem Behandlungszimmer ist nicht zwingend, aber zu empfehlen.

Bislang wurde bei der Verwaltungsanwendung Versichertenstammdatenmanagement (VSDM) ein Kartenterminal lediglich beim Empfang benötigt. Bei den medizinischen Anwendungen (NFDM, eMP) tritt der Arzt in den Dialog mit dem Patienten in seinen Behandlungsräumen, wo er Notfalldatensätze und elektronische Medikationspläne auf der eGK anlegt, aktualisiert oder liest.

Kosten: je angefangene 625 Betriebsstättenfälle besteht ein Anspruch auf eine Pauschale in Höhe von 535 Euro für ein eHealth-Kartenterminal.

Ja, je angefangene 625 (0-625) Betriebsstättenfälle besteht ein Anspruch auf eine Pauschale in Höhe von 535 Euro für ein eHealth-Kartenterminal.

Ja. Voraussetzung für die Erstattung der zusätzlichen Pauschalen für die Fachanwendungen ist die Betriebsbereitschaft. Betriebsbereit bedeutet, das der Konnektor über das Upgrade sowie die Praxissoftware über die Anwendung(en)/Modul(e) NFDM und/oder eMP verfügen.

Für die Berechnung Betriebsstättenfälle wird der Durchschnitt der Q3 und Q4/2016 sowie Q1 und Q2/2017 herangezogen. Wenn eine Praxis nach dem 31. Mai 2015 zugelassen wurde, bekommt diese mind. den Fachgruppendurchschnitt. Bei Praxen die sich neu niederlassen wird ebenfalls der Fachgruppendurchschnitt herangezogen.

Nein.

Die ausgehandelten Pauschalen mit den Kassen basieren auf gesetzlich vorgeschriebenen Vereinbarungen auf Bundesebene nach SGB V. Die KBV hat grundsätzlich eine Komplettfinanzierung gefordert. Die detaillierten Gründe für die vorliegenden Verhandlungsergebnisse sind uns nicht bekannt; sie konnten allerdings nur unter Mitwirkung des Bundesschiedsamts erzielt werden.

Der eHBA hat neben der Authentifizierungsfunktion auch die Eigenschaft einer qualifizierten elektronischen Signatur, die auch außerhalb des Gesundheitswesens eingesetzt werden kann und ggfs. so einen weiteren Mehrwert bietet.

Ja, Sie treten in Vorkasse. Die Erstattung der Kartenterminals erfolgt auf Ihren Antrag, sobald Sie das Konnektor-Update eingespielt haben und die Anwendungen Notfalldatenmanagement (NFDM) und/oder elektronischen Medikationsplan (eMP) in Ihrer Praxis betriebsbereit sind. Der Antrag auf Erstattung der Pauschalen für das Konnektor-Update mit dem NFDM, dem eMP sowie dem KIM-Dienst/eArztbrief können Sie nur über das KVNO-Portal unter Services -> Förderantrag Telematik stellen. Zum KVNO-Portal

In der Finanzierungsvereinbarung wurden alle zu berücksichtigenden Gebührenordnungspunkte, welche für die Berechnung der weiteren stationären Kartenterminals herangezogen werden dürfen, einzeln aufgeführt (Paragraf 6 Absatz 1a). An dieser Stelle werden keine HZV-Ziffern genannt, eine Berücksichtigung dieser Fälle ist daher nicht möglich.

Anfragen zur Förderung der Kartenterminals können Sie direkt an
TI-Antrag.duesseldorf@kvno.de richten.

Ermächtigte Ärzte beantragen die Förderung bei der Deutschen Krankenhaus Gesellschaft (DKG).


Notfalldatenmanagement (NFDM) und elektronischer Medikationsplan (eMP)

Je nach Praxisverwaltungssystem-Anbieter können die neuen Anwendungen ab Q3/2020 bzw. Q4/2020 genutzt werden.

Das Notfalldatenmanagement (NFDM) besteht aus dem Notfalldatensatz (NFD) und dem Datensatz persönliche Erklärung (DPE).

Der Notfalldatensatz beinhaltet insbesondere Allergien/Unverträglichkeiten, Medikationen, Diagnosen, Kontaktdaten von behandelnden Ärzten, Benachrichtigungskontakte im Notfall und zusätzliche medizinische Informationen auf Wunsch des Patienten sowie den DPE. Dieser enthält Hinweise auf den Aufbewahrungsort folgender Dokumente: Organspendeausweis, Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht.

Nein. Die schriftliche Einverständniserklärung hat jedoch den Vorteil eines eindeutigen Nachweises.

Nein. Es wird geklärt, ob die KV Nordrhein ein Muster für die Einwilligung zur Verfügung stellen kann.

Nein. Die Anwendungen NFDM und eMP können Sie nicht automatisch nutzen. Sie benötigen ein Update Ihres Konnektors zum E-Health-Konnektor sowie ein Update Ihres PVS mit dem NFDM-und eMP-Modul. Um den eMP auszulesen und den NFD qualifiziert elektronisch zu signieren, wird der eHBA G2 benötigt, den Sie bei Ihrer Kammer bestellen können.

Sobald Ihr Systemhaus Ihnen das Konnektor-Update (eHealth-Konnektor) zur Verfügung gestellt und die Module für die neuen TI-Anwendungen verfügbar sind, können Sie ab Betriebsbereitschaft der neuen TI-Anwendungen, den Antrag zur Erstattung der Pauschalen bei der KV Nordrhein stellen.

Im Moment noch nicht, das soll aber künftig möglich sein.

Sie können die PIN-Abfrage auf Wunsch des Versicherten deaktivieren.

Nein. Für die Anlage und Änderung des NFD/DPE ist der eHBA und die SMC-B erforderlich.

Ja. Für das Auslesen des NFD/eMP ist der eHBA G2/ePtA erforderlich.

Aktuell noch nicht möglich.

Nur der Arzt.

Das Aussehen ist vom PVS-Anbieter abhängig, die Inhalte unterscheiden sich aber nicht.

Psychotherapeuten müssen auf den NFDM zugreifen können, einen Anspruch auf Anlage haben die Patienten jedoch nur gegenüber den Ärzten.(§ 358 Absatz 3).

Nach § 359 erhalten Psychotherapeuten auch Zugriff auf den eMP und NFD.

Psychotherapeuten, die in die Behandlung der Versicherten eingebunden sind, mit einem Zugriff, der die Verarbeitung von Daten nach § 334 Absatz 1 Satz 2 Nummer 5 (NFDM) sowie das Auslesen, die Speicherung und die Verwendung von Daten nach § 334 Absatz 1 Satz 2 Nummer 4 (eMP) ermöglicht, soweit dies für die Versorgung der Versicherten erforderlich ist.

Eine Übersicht der Vergütung und der GOP-Ziffern des NFDM finden Sie auf der Seite der KBV:
https://www.kbv.de/html/39801.php

Das können Sie nicht erkennen.

Für die Nutzung von NFD und DPE (Lesen, Schreiben) ist im Normalfall keine PIN-Eingabe
erforderlich. Ein Patient kann sich allerdings entscheiden, den jeweiligen Datensatz
zusätzlich durch die mindestens sechsstellige Karten-PIN der eGK zu schützen.

Ausnahmen gibt es bei den Psychotherapeuten: Diese dürfen immer nur mit der PIN-Eingabe des Versicherten die Notfalldaten auslesen.

Die PIN erhalten die Patienten von ihrer Krankenkasse zusammen mit Erläuterungen zum Umgang. In bestimmten Situationen ist dann die Eingabe dieser PIN durch den Patienten erforderlich.

Im Notfall ist auch bei aktivierter PIN ein Auslesen ohne PIN-Eingabe immer möglich.

Nein. Eine Kopie wird immer in Ihrem Praxisverwaltungssystem hinterlegt. Später wird es auch möglich sein die Daten zusätzlich in der ePA abzulegen.

Nein. Der Patient hat einen Anspruch auf den eMP und den NFD, muss diese aber nicht verpflichtend nutzen.

Ja. Der Zugriff auf die Daten wird dokumentiert und mit der SMC-B-Karte geloggt.

Die MFA kann auch den Patienten aufklären.

Der NFD und der eMP können zur Zeit nicht mit den aktuellen mobilen Kartenterminals ausgelesen werden.

Die Anlage erfolgt im Behandlungskontext zusammen mit dem Patienten. Der Zeitaufwand hängt insbesondere von den entwickelten Prozessen des jeweiligen Praxisverwaltungssystems ab.

Nein. Wenn Sie als Arzt die fehlende Information aus medizinischer Sicht nicht verantworten können, können Sie die Anlage eines elektronischen Medikationsplans/Notfalldatenmanagement-Datensatzes auf der elektronischen Gesundheitskarte verweigern. Sie müssen den Patienten dann auf diesen Sachverhalt aufmerksam machen.

Alle Details zur Abrechnung von eMP und NFDM finden Sie auf der Homepage der KBV: KBV – Anwendungen.

Das Format ist für die Praxen transparent, da das Praxissystem dies automatisch regelt.
Die Daten auf der elektronischen Gesundheitskarte sind im XML-Format hinterlegt.

Ja, Änderungen sind möglich und werden dokumentiert.

Doppelte Verschreibung von Medikamenten kann aktuell nur passieren, wenn der Patient dem Zugriff auf den elektronischen Medikationsplan nicht zustimmt. Wenn der Zugriff erteilt wird, können alle aktuellen Medikamente eingesehen werden.

Ja. die Daten aus dem BMP können in den eMP übernommen werden.

Der NFDM und eMP können unabhängig voneinander angelegt werden. Die Vergütung läuft ebenfalls über unterschiedliche GOP.

  • Hinweis: Mit Inkrafttreten des Patientendaten-Schutzgesetzes wird die Vergütung für das Angelegen des Notfalldatensatzes verdoppelt, dies gilt für den Zeitraum vom 20.10.2020-20.10.2021. Die GOP 01640 wurde von 80 Punkten (8,79 Euro) auf 160 Punkte (17,58 Euro) erhöht.

Nein. Die Einwilligungserklärung des Patienten ist solange gültig bis diese vom Patienten widerrufen wird.

General-Einwilligungen können aus rechtlicher Sicht problematisch sein, da ein Patient wissen muss, worin er genau einwilligt. Im Zweifel müssten die Einwilligungserklärungen von einem Juristen geprüft werden.

Die Anwendung ist für den Patienten freiwillig. Im Zweifel könnten entsprechende Vertreter des Patienten unterstützen.

Der Patient erhält einen initialen PIN von seiner Krankenkasse.

Nein. Eine SMC-B Karte ist ausreichend, da die Kartenlesegeräte per Netzwerk verbunden sind.

Aktuell ist dies über die jetzigen mobilen Kartenterminals nicht möglich.

Eine formale Zuständigkeit ist gesetzlich nicht verankert.

Bei einem Notfall ist der Zugriff auch ohne die Freigabe des Patienten möglich.

Nein, die Honorar-Kürzung um ein Prozent bezieht sich auf die elektronische Patientenakte (ePA). Wenn Sie die erforderliche Technik für die ePA zum 1. Juli 2021 nicht vorhalten, wird das Honorar um ein Prozent gekürzt.

Nein, die Daten werden einheitlich und interoperabel auf der elektronischen Gesundheitskarte gespeichert und können vom Praxisverwaltungssystem ausgelesen werden.

Die MFA können die Einwilligung des Patienten einholen und die Anlage des elektronischen Medikationsplans und des Notfalldatenmanagements im Praxisverwaltungssystem vorbereiten.

Analog zur Papier-Fassung (BMP) sollte ein digitales Pendant stehen und zusätzlich ein NFDM. Daher zwei voneinander unabhängige Datensätze.

Der eMP und NFDM sind nur lokal auf der eGK gespeichert. Eine Kopie dieser Daten wird in Ihrem Praxisverwaltungssystem hinterlegt. Gemäß späterer gesetzlicher Planungen ist die Integration dieser Daten in die elektronische Patientenakte vorgesehen.

Das liegt im Ermessen des Behandlers im Dialog mit dem Patienten. Es gibt keine Eingabe-Pflicht für bestimmte Wirkstoffe.

Sie müssen dem Patienten Sinn und Zweck von eMP und NFDM erläutern sowie ihn über seine Rechte diesbezüglich aufklären (Anspruch, Löschung von Daten).

Die CGM bietet diesbezüglich auf Ihrer Webseite Erklärvideos an.

Konkrete Anleitungen zum Anlegen des eMP erhalten Sie vom Anbieter Ihres Praxisverwaltungssystems. Viele haben Erklärvideos auf ihrer Homepage hinterlegt.

Das ist derzeit noch nicht redlich zu beziffern. Vieles hängt auch ab von der Benutzerführung des Praxisverwaltungssystems.


Kommunikation im Medizinwesen (KIM)

Aktuell noch nicht. Ab dem 1. Oktober 2021 wird der Versand der eAU über KIM zur Pflicht.

Ja. Neben der eAU können mit KIM auch eNachrichten, eArtbriefe und zukünftig auch die Onlineabrechnung versendet werden.

Die Voraussetzungen sind grundsätzlich die gleichen. Der einzige Unterschied ist das anstatt der eHBA der elektronische Psychotherapeutenausweis (ePtA) für die Signatur des eArztbrief verwendet wird.

KIM ist ein Übertragungsweg, welcher innerhalb der TI aufgebaut wurde. Dieser ist ausschließlich für Teilnehmer des Gesundheitswesens zugänglich. KIM bietet im Gegensatz zu Open-Source-Verfahren folgende Vorteile:

  • Vertraulichkeit der Nachrichten
  • Fälschungssicher durch Signatur und Verschlüsselung
  • Geprüfte Identität des Versenders
  • Schnelle Auffindbarkeit der KIM-NutzerAbrechenbarkeit durch das sichere Übermittelungsverfahren (eArztbrief/eAU)
  • nach § 291b Absatz 1e SGB V

Open-Source-Verfahren nutzen für die Übertragung das Internet, zudem findet die Speicherung der Daten im Empfängerpostfach gegebenenfalls unverschlüsselt beim Provider statt.

In der Regel reicht eine KIM-Adresse aus. Wenn die Praxis es wünscht, sind aber auch mehrere KIM-Adressen möglich. Hier gibt es bereits unterschiedliche Angebote bei den einzelnen Anbietern.

  • Hinweis:Berücksichtigen Sie evtl. Kosten je KIM-Adresse.

Grundsätzlich ja, es muss aber vom PVS-Anbieter angeboten werden.

Aktuell kann der Empfänger bei KV-Connect nur über die Anwendersuche (Webformular) https://suche.kv-connect.kv-safenet.de/ bei der kv.digital gefunden werden.

Ein Versand eines Arztbriefes von KV-Connect nach KIM ist nicht möglich, da es sich hier um zwei unterschiedliche Systeme handelt und KIM eine TI-Anwendung ist.

Die unterschiedlichen KIM Anbieter können aber problemlos miteinander kommunizieren. Zu beachten ist, das der Versand von eArztbriefen über KV-Connect in der Übergangsfrist nur noch bis 31. März 2021 zulässig und abrechenbar ist.

Mit KIM können Sie gezielt eArztbriefe oder eNachrichten an einen Kollegen versenden. Auf diese eArztbriefe oder eNachrichten hat auch nur der Empfänger der Nachricht Zugriff.

Da die jetzigen KV-Connect Anwendungen allmählich nach KIM migriert werden, wird KV-Connect nach der vollständigen Migration überflüssig.

Wie lange die gesamte Migration dauert, ist noch unklar. KV-Connect kann jedoch weiter genutzt werden, solange die einzelnen Anwendungen noch nicht migriert sind.

Folgende Schritte sind neben dem Konnektor-Updatet erforderlich:

  • Wählen Sie einen KIM-Anbieter aus
  • Bestellen das KIM-Modul und die gewünschte KIM-Anwendung bei Ihrem Praxisverwaltungssystem-Anbieter
  • Bestellen Sie die Zugangsdaten und E-Mail-Adresse für KIM bei Ihrem KIM-Dienst (Verzeichnisdienstanbieter)
  • Bestellen Sie ggf. den eHBA G2 z.B. für die Signatur bei einer KIM-Anwendung
  • Reichen Sie den Pauschalenantrag ein, um die Förderung für KIM zu erhalten

Viele Punkte wie die Ende zu Ende Verschlüsselung, die Vertraulichkeit der Nachricht sind identisch. Vorteile sind:

Wer KIM Nutzer wird, wird direkt in das KIM-Adressbuch eingetragen, sodass hier das Auffinden des gewünschten Empfänger viel leichter ist als bei KV-Connect. Im Weiteren sind KIM Nachrichten fälschungssicher durch die Transportsignatur. KIM entspricht dem sicheren Übermittelungsverfahren für den eArztbrief und der eAU nach §291b Abs. 1e SGB V. KV-Connect war nur für die Kommunikation zwischen Ärzten, Laboren und Datenannahmestellen gedacht. KIM hingegen kann von allen TI Akteuren wie Apotheken, KVen, Krankenkassen, Krankenhäusern genutzt werden. Der Einzige Nachteil von KIM ist aktuell, dass es noch dauern wird bis alle 17 Anwendungen von KV-Connect in KIM migriert sind und das KIM noch nicht flächendeckend verfügbar ist.

Wenn Sie bereits KV-Connect im Einsatz haben, können Sie den eArztbrief noch bis zum 31. März 2021 darüber versenden. Ab dem 1. April 2021 ist nur noch der Versand über KIM möglich.

Wenn Sie noch kein KV-Connect im Einsatz haben, ist es empfehlenswert auf KIM umzustellen, wenn z.B. die eAU am 01. Oktober 2021 zur Pflicht wird.

Wenn der Empfänger KIM noch nicht nutzt ist ein Versand an diesen Empfänger nicht möglich.

Ja. sobald das Updatet zum eHealth-Konnektor (3.5.02) eingespielt worden ist und der gewünschte KIM-Anbieter zur Verfügung steht kann KIM genutzt werden.

Sie müssen sich diesbezüglich an die CGM wenden, da die CGM der KIM-Anbieter ist.

Ja. Mit KIM können auch Bilder versendet werden. In der ersten KIM Version 1.0 können Dateianhänge bis zu 25 MB versendet werden und in der folge Version KIM 1.5, können Dateianhänge bis zu 500 MB versendet werden.

Ja.

Ihr Systemhaus arbeitet in der Regel mit einem KIM-Anbieter zusammen. Über diesen Anbieter erhalten Sie dann Ihre KIM-Adresse.

Mit KIM ist sowohl der Versand von Befunden als auch Nachrichten und Bildern möglich. Mit der aktuellen KIM Version 1.0 können Dateianhänge von bis zu 25 MB versendet werden, mit der späteren Version 1.5 bis zu 500 MB.

Die Gründe der Limitierung bei Verhandlungen auf Bundesebene sind uns im Detail nicht bekannt.

Um den eArztbrief-Empfang über KIM nutzen zu können, benötigen Sie das aktuelle Konnektor-Update (PTV3) , eine KIM-Adresse und das eArztbrief-Modul in Ihrer Praxissoftware.

Mit Einführung von KIM geht es alleine um die Transporttechnik. Der eArztbrief wird also weiterhin Bestand haben. Jedoch werden eArztbriefe nicht mehr über die Transporttechnik KV-Connect versendet und empfangen. Die eArztbrief-Kommunikation über KV-Connect ist nur noch bis zum 31. März 2021 erlaubt.

Ja, über KIM können zukünftig auch diese Daten übermittelt werden.

Outlook kann für KIM genutzt werden. Komfortabler und empfehlenswerter sind jedoch die integrierten KIM-Module Ihres PVS-Anbieters.

Ja, der über KIM empfangene eArztbrief kann direkt in der ePA einem Patienten zugeordnet werden, wenn für den Patienten eine ePA existiert und der Patient dazu seine Einwilligung gibt.


Elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU)

Nein. Da auf der Versichertenkarte die Institutskennung (IK) und die Versicherungskennnummer (VKNR) hinterlegt ist, kann bei der Erstellung der eAU diese vom Praxisverwaltungsprogramm automatisch eindeutig der Krankenkasse zugeordnet werden.

Ja. Die Ausfertigung für die Krankenkasse wird digital per KIM versendet. Der Patient erhält nur noch die Ausfertigung für den Patienten und den Arbeitgeber.

Die Inhalte des Formular bleiben unverändert, jedoch entfallen das Formular für die konventionelle Bedruckung sowie das Blankoformular für die AU-Bescheinigung (Muster 1 „Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung“).

Die Papierbescheinigungen für Versicherte und Arbeitgeber werden dann durch einen Ausdruck der sogenannten Stylesheets, die auch für die Darstellung der eAU im Praxisverwaltungssystem (PVS) genutzt werden, erstellt.

Der Ausdruck kann im Format DIN A5 oder DIN A4 auf normalem Papier erfolgen.

Der Arbeitgeber erhält weiterhin die gleichen Informationen wie vorher. Der Inhalt der Formulare bleibt unverändert.

Ja. Wie dies genau eingestellt wird muss bei Ihrem PVS-Anbieter erfragt werden.

Die AU kann bei Hausbesuchen oder bei einem technischen Störfall in Papierform ausgehändigt werden. Jedoch muss die Ausfertigung der Krankenkasse, wenn es technisch wieder möglich ist, nachgesendet werden. Die Planungen für Notdienstpraxen gehen dahin, dass auch sie zukünftig an die TI angebunden werden sollen.

Der Praxisverantwortliche haftet im Rahmen der Prozesse innerhalb seiner Praxis. Für Fehler außerhalb seiner Praxis – also die nachgelagerten Prozesse in der TI – ist die Praxis nicht verantwortlich.

Wenn Ihr PVS-Anbieter den KIM-Dienst bereits anbietet, können Sie über diesen die KIM-Adresse bestellen und das Modul KIM freischalten lassen.

Die MFA darf weiterhin Rezepte und eAU vorbereiten, die sachliche Prüfung und rechtsverbindliche Bestätigung mittels qualifizierter elektronischer Signatur erfolgt über den Arzt.

Die Stapelsignatur und die Komfortsignatur ist für die eAU vorgesehen.

Die Praxen müssen die eAU nicht an die Arbeitgeber übermitteln. Der Patient muss wie heute auch den Arbeitgeber über seine Arbeitsunfähigkeit informieren. Ab 2022 soll der Arbeitgeber dann die eAU-Daten direkt bei der Krankenkasse abrufen.

Wie bisher auch können die MFA Arztbriefe und eAU vorbereiten.

Ab 2022 ist nur noch auf Wunsch des Patienten ein Ausdruck erforderlich.


Elektronischer Heilberufsausweis der Generation 2 (eHBA G2)

Der eHBA G0 kann jetzt schon für die qualifizierte elektronische Signatur (QES) von eArztbriefen, Laborüberweisungen oder die Übermittlung der elektronischen Sammelerklärung bei der Online-Abrechnung genutzt werden.

Für die erste verpflichtende TI-Anwendung Versichertenstammdatenmanagement (VSDM) ist kein eHBA notwendig. Für kommende Anwendungen wie das Notfalldatenmanagement (NFDM), den elektronischen Medikationsplan (eMP), die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) und den Zugriff auf die elektronische Patientenakte (ePA) wird der eHBA G2 benötigt.

Die Kosten für den eHBA belaufen sich derzeit auf 7,90 Euro pro Monat, teilweise refinanziert durch die TI mit 11,63 Euro im Quartal.

Nein. Die Finanzierungsvereinbarung sieht eine Pauschale je Quartal in Höhe von 11,63 Euro
vor – so lange die Praxis an die TI angeschlossen ist.

Ja, auch für das Auslesen des eMP oder beim NFDM wird ein eHBA G2 oder der ePtA in der Praxis benötigt.

Am Gültigkeitsdatum sind die Ausweise zu unterscheiden:

  • HBA G0: Monat/Jahr
  • HBA G2: Tag. Monat. Jahr

Besitzer des eHBA G0 müssen einen Antrag für den neuen eHBA G2 stellen.
Der alte Ausweis eHBA G0 behält bis zum Ende der technischen Laufzeit seine Gültigkeit und darf behalten werden. Nach Angaben des Anbieters medisign ist er kostenfrei, wenn der entsprechende Antrag gestellt wurde.

Es wird nur ein eHBA G2 je Arzt benötigt. Der eHBA G2 muss lediglich in einem Kartenterminal gesteckt sein, welches sich in demselben Praxisnetzwerk befindet.

Nein. Um den NFD auf die eGK zu schreiben und zu signieren wird der neue eHBA G2 benötigt, den Sie über die Ärztekammer bestellen können. Verfügbare Anbieter sind die Bundesdruckerei, T-Systems, medisign und SHC Stolle & Heinz Consultants.

Es wird nur ein eHBA je Arzt benötigt. Der eHBA muss lediglich in einem Kartenterminal gesteckt sein, welches sich in dem selben Praxisnetzwerk befindet.

Der eHBA G2 kann jetzt bereits bestellt werden über die Ärztekammer. Verfügbare Anbieter sind die Bundesdruckerei, T-Systems, medisign und SHC Stolle & Heinz Consultants.

Nein. Sie benötigen pro Arzt einen eHBA G2. Nach Aussage der Ärztekammer und der Kartenhersteller können beide Ausweise (für Ärzte und Zahnärzte) für alle TI-Anwendungen gleichermaßen verwendet werden.

Ein Arzt darf mehrere eHBA besitzen, dies ist aktuell aber nur beim Wechsel vom eHBA G0 zum eHBA G2 sinnvoll, da der eHBA G0 kostenfrei bis zum Ende der Laufzeit genutzt werden kann. Mehrere eHBA je Arzt sind sonst weder erforderlich noch zu empfehlen. Es gibt auch nur eine Pauschale für einen eHBA je Arzt. Der eHBA muss lediglich in einem Kartenterminal gesteckt sein, welches sich in dem selben Praxisnetzwerk befindet wie die anderen Kartenterminals.

Es ist möglich einen zweiten eHBA zu nutzen aber nicht erforderlich. Wenn der eHBA im Praxisnetz gesteckt ist, können die Mitarbeiterinnen am Empfang z.B. den eMP oder NFDM vorbereiten.

  • eHBA: Ärzte
  • eZahnarztausweis: Zahnärzte
  • ePtA: Psychotherapeuten
  • eApothekenausweis: Apotheker

Ja. Ab dem Zeitpunkt ab dem die Approbation vorliegt, kann ein eHBA bei der Ärztekammer bestellt werden, somit können auch Weiterbildungsassistenten einen eHBA nutzen.

Jeder Arzt (auch angestellte Ärzte) in der Praxis benötigt einen eigenen eHBA G2, um die neuen TI-Anwendungen zu nutzen.

Ja. Alle Ärzte im MVZ benötigen den eHBA z.B. für die digitale Signatur der eAU.
Labormediziner und Pathologen benötigen den eHBA z.B. für die qualifizierte digitale Signatur bei elektronischen Arztbriefen (Befundberichte), später auch für Signatur- und Authentifizierungsprozesse bei der ePA.

Ja das ist möglich. In ein Kartenterminal können Sie zwei eHBA stecken.

Um Missbrauch Ihres eHBA zu vermeiden, sollten Sie diesen möglichst umgehend sperren lassen. Hierfür stehen Ihnen bei den eHBA Anbietern verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Wir empfehlen die telefonische Sperrung, da hier zwischen Sperrwunsch und technischer Durchführung die geringste Verzögerung entsteht.

  • Wichtig! Die Sperrung des eHBA kann nicht rückgängig gemacht werden! Um weiter mit dem eHBA arbeiten zu können, müssen Sie nach Sperrung eine Ersatzkarte beantragen, welche mit zusätzlichen Kosten für Sie verbunden ist.

Wenn Sie bereits einen eHBA G2 haben und einen zweiten bestellen sind das doppelte Kosten.

Haben Sie einen eHBA G0 und bestellen dann einen eHBA G2 wird der eHBA G0 für Sie kostenfrei und kann bis zum Ende der Laufzeit weitergenutzt werden. Hier entstehen dann keine doppelten Kosten.

Nein. Die Förderung für den eHBA erhalten Sie erst, sobald Sie an die TI angebunden sind.

Die Pflicht zur elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ist auf 1. Oktober 2021 verschoben, so dass dort die Zeit nicht drängt. Die neuen TI-Anwendungen Notfalldatenmanagement und elektronischer Medikationsplan müssen Sie erst dann durchführen können, wenn hierzu auch die entsprechenden Ressourcen für Sie beschaffbar sind.

Uns ist bisher kein konkretes Datum bekannt. Weitere Informationen finden Sie hier .

Zum Lesen und zum Schreiben bei den neuen TI-Anwendungen Notfalldatenmanagement und elektronischer Medikationsplan wird der eHBA G2 benötigt.

Die Bestellung des eHBA muss im ersten Schritt über die Ärztekammer erfolgen, danach können Sie Ihren gewünschten Anbieter (Bundesdruckerei, medisign, T-Systems oder SHC Stolle) auswählen und dort den Bestellprozess abschließen.

Bitte wenden Sie sich diesbezüglich an die eHBA Hotline der Ärztekammer:
0211 43 02 25 60.

Die Gültigkeit des eHBA / der SMC-B ist abhängig von der Laufzeit des Rahmenvertrages und kann bis zu fünf Jahre betragen.

Elektronische Patientenakte (ePA)

Die Abkürzung ePA steht für die elektronische Patientenakte.

Ja. Patienten sollen den eImpfpass ab 2022 in der elektronischen Patientenakte (ePA) nutzen können.

Patienten sollen diese Anwendungen ab 2022 in der elektronischen Patientenakte nutzen können. Welche Programme dafür geeignet sind ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht bekannt.